Energie aus nachwachsenden Rohstoffen

Klimaschonend und effizient produziert die Biogasanlage an der Autobahnabfahrt Kaltenweide seit Ende 2008 Energie für die Energiezentrale Weiherfeld. Erzeugt wird das Biogas durch das Vergären von pflanzlichen Rohstoffen wie Mais und Gras. Die Energiepflanzen werden bei der Ernte gehäckselt und direkt zur Biogasanlage transportiert. Sie werden auf der Anlage siliert und gelagert. Der Aufgabedosierer wird täglich per Radlader befüllt. Er fördert das Material voll-automatisch über den Tag verteilt in den Fermenter.
Im Fermenter, dem Herzstück der Anlage, werden die Rohstoffe bei rund 55 °C vergoren, das Biogas entsteht. Übrig bleiben die Gärreste, die nach 25 Tagen den Fermenter wieder verlassen. Sie werden zum Düngen der Anbauflächen genutzt. Eine Schneckenpresse trennt die Gärreste in einen streufähigen, festen Teil und einen flüssigen Teil, das Presswasser. In dieser Form werden sie in den Wintermonaten, in denen keine Ausbringung möglich ist, zwischengelagert. Für die festen Gärreste werden freie Siloflächen genutzt, für das Presswasser stehen 2 runde Gärrestbehälter zur Verfügung. Über den Gärresten befinden sich unter den Kuppeldächern die Gasspeicher.
Das Biogas wird getrocknet, entschwefelt und dann durch eine ca. 1,5 km lange Biogasleitung zur Energie-zentrale Weiherfeld transportiert. Dort wird es in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und einem Brennwertkessel mit Biogasbrenner genutzt. Der Strom und die Wärmegrundlast für das Weiherfeld werden somit nahezu CO2-frei produziert.

Grundwasserschutz

Das Prinzip der Trockenfermentation, nützt auch dem Wassergewinnungsgebiet Fuhrberger Feld, in dem die Anlage steht und die Landwirte ihre Flächen bewirtschaften, weil ein bereites Anbauspektrum genutzt werden kann und eine durchgängige Begrünung der Anbauflächen gefördert wird. Die Biomasse-Lieferverträge zwischen den Landwirten und der BiKa GmbH & Co. KG empfehlen ausdrücklich eine ganzjährige Begrünung, so dass der ausgebrachte Dünger von der geschlossenen Pflanzendecke verstoffwechselt werden kann und bei korrekter Dosierung nicht ins Grundwasser gelangt.

Geruch

Die gesamte Biogasanlage ist gasdicht gebaut, die Silage ist gasdicht abgedeckt. Als Geruchsquelle spielen daher nur die die Anschnittfläche der Silage, das Befüllen des Aufgabedosierers und die festen Gärreste eine Rolle. Diese Quellen sind wenig geruchsintensiv, beim Ausbreiten in der Atmosphäre verdünnen sich die Gerüche stark. Ein Gutachten des TÜV Nord Umweltschutz bestätigt, dass von der Anlage keine relevante Geruchsbelastung für Wohngebäude ausgeht und dass die Grenzwerte der niedersächsischen Richtline für Geruchsimmission klar eingehalten werden.

Infos & Kontakte

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Biogasanlage Kaltenweide
– BiKa GmbH & Co. KG
Geschäftsführer
Jörg Wegener
Walsroder Straße 125
30853 Langenhagen
Tel.: 0511 / 430 28 12
Fax: 0511 / 22 06 01 - 49
E-Mail: info(at)epl-energie.de