Fit für jedes Wetter

Biogasanlage Kaltenweide bekommt zusätzlichen Behälter

Mit dem dritten Gärrest-Behälter ist die Biogasanlage Kaltenweide wetterunabhängiger.
Foto der Biogasanlage in Langenhagen-Kaltenweide

 

Mit einem dritten Gärrest-Behälter will die BiKa Betriebseinschränkungen durch extreme Wetterlagen vermeiden. Denn bei Dauerregen oder langanhaltender Trockenheit müssen die Gärreste aus der Biogas-Erzeugung teilweise länger gelagert werden, da sie dann nicht als Dünger in der Landwirtschaft genutzt werden können. So reichten im letzten sehr nassen Herbst die vorhandenen Kapazitäten nicht und die Biogas-Produktion musste heruntergefahren werden.

Auch die ökologische Energieerzeugung ist von Extremwetterlagen betroffen. Da die Wahrscheinlichkeit von Dauerregen auf der einen und langanhaltender Trockenheit auf der anderen Seite durch die Klimaerwärmung in Deutschland zunimmt, rüstet sich die Biogasanlage Kaltenweide - BiKa GmbH & Co. KG (BiKa) für die Zukunft und erweitert die Lagerkapazität. Mit dem dritten Gärrest-Behälter können die bei der Vergärung der Biomasse entstehenden Stoffe in Zukunft mindestens 270 Tage zwischengelagert werden, bevor Landwirte sie als Dünger verwenden. Bisher reichte der Platz bei voller Produktion nur für 150 Tage.

Klimaschutz profitiert von neuem Behälter
Obwohl die BiKa extern ein Lagervolumen für zusätzliche 30 Tage angemietet hatte, musste die Biogas-Produktion im letzten Winter gedrosselt werden. Somit konnte weniger klimaschonender Brennstoff in Kaltenweide erzeugt werden, als es von der Erzeugungskapazität und der Wärmeabnahme möglich gewesen wäre. „Dadurch können wir unsere Vorteile beim Klimaschutz nicht voll ausspielen und die Kosten für die Produktion steigen unnötig“, berichtet BiKa-Geschäftsführer Jörg Wegener. Um dies in Zukunft zu verhindern, haben die BiKa-Gesellschafter beschlossen, einen dritten Behälter für die Lagerung der Gärreste zu bauen.

Die Menge der für die Energieerzeugung eingesetzten Biomasse ändert sich nicht, auch wird die Produktion in den Gärbehältern nicht ausgeweitet. „Wir können durch die vergrößerte Lagerkapazität jedoch die Nachgärung ganzjährig nutzen“, beschreibt Wegener einen weiteren positiven Nebeneffekt. Ohne Einsatz zusätzlicher Rohstoffe steige die Biogas-Produktion um ein bis zwei Prozent. Das bedeutet einen zusätzlichen Ertrag von 200 bis 400 Megawattstunden (MWh) Biogas und somit eine noch bessere Effizienz. Auch gebe es weniger Umweltbelastungen, da keine Gärreste mehr ins externe Lager transportiert werden müssen.

Der neue Gärrest-Behälter entsteht auf dem Gelände der Biogasanlage. Die Bauarbeiten beginnen Ende September; geplant ist, dass er ab Januar 2019 für die Lagerung von Gärresten zur Verfügung steht.

 

 


Tags:

#BiKa

#Biogas

#Energieeffizienz